Auch den Computer sollte man regelmäßig reinigen

Wenn man sich einen Computer gekauft hat, dann sieht alles noch so schön sauber und gepflegt aus. Was aber, wenn der Computer schon einige Wochen oder Monate in Betrieb war? Sicherlich wischt man von Zeit zu Zeit einmal über das Computergehäuse, macht die Tastatur oder die Maus sauber und reinigt den Drucker und den Scanner. Kaum einer jedoch denkt daran, auch einmal den Computer von Innen richtig zu reinigen. Hat man einmal einen etwas älteren Computer geöffnet, weiß man, wie es darin nach einigen Monaten aussehen kann.

Da auch ein Computer zu den elektronischen Bauteilen gehört, kann auch dieser den Staub wie ein Magnet anziehen. Ganz so ähnlich, wie bei einem Fernseher, auf dem sich der Staub wie von Geisterhand absetzt. Durch minimale elektrische Aufladungen wird der Staub angezogen und legt sich dann auf den verschiedenen Bauteilen ab.

Zudem kommt noch der Faktor hinzu, dass durch die ständige Ventilation und Kühlung des Computers der Staub in das Innere des Computers gesaugt wird. So gelangt der Staub durch die Lüftungsschlitzte in den Computer. Da die sich im Computer befindenden Hardwarebauteile keine glatte Oberfläche bilden, sondern mehr kantig sind, wird die Luft im Inneren des Computers verwirbelt. Dadurch legt sich der Staub schneller auf der Hardware ab und wird nicht wieder aus dem Computer herausgezogen.

Warum man den Computer nicht nur von Außen reinigen sollte

Wenn sich mit der Zeit zu viel Staub im Computer abgelegt, so kann dieser nicht nur einen festen Film über die im Computer eingebaute Hardware bilden, sondern auch die Lüftungsschlitzte und Ventilatoren zur Kühlung der CPU beziehungsweise des Prozessors verstopfen. Aber nicht nur der Kühler der CPU selber ist betroffen, sondern auch Lüfter und Kühler für die Grafikkarte oder für den Chipsatz.

Kann die durch den Betrieb des Computers entstehende Hitze an der Hardware nicht mehr richtig nach außen abgeleitet werden, weil die Hardware mit einer zu starken Schicht aus Staub belegt ist oder die Kühlkörper für die CPU, Grafikkarte oder des Chipsatzes verstopft sind, kann es zu Problemen im Betrieb des Computers kommen. Zumeist deuten unkontrollierte Abstürze im laufenden Betrieb des Computers und des Betriebssystems daraufhin. Sicherlich kann ein plötzlicher Absturz des Betriebssystems auch andere Gründe haben. In vielen Fällen ist es jedoch so, dass besonders bei hoher Belastung des Computers oder einer Grafikkarte sehr schnell eine hohe Hitzeentwicklung durch die starke Beanspruchung der Hardware entstehen kann. Hält die starke Beanspruchung für eine längere Zeit an, so kann durch den Staub nicht mehr genügend Hitze an die Umgebungsluft abgegeben werden. Da viele Mainboards schon über einen Überhitzungsschutz verfügen, halten diese den Computer automatisch an, damit kein größerer Schaden an der Hardware entstehen kann. In den meisten Fällen sieht man dann einem blauen Bildschirm mit einer Fehlermeldung darüber, dass das Betriebssystem beziehungsweise der Computer angehalten wurde, weil ein schwerer Fehler im Betrieb des Computers aufgetreten sei.

Verfügt das Mainboard nicht über einen entsprechenden Überhitzungsschutz oder dieser greift einfach zu spät ein, so kann es zu starken Beschädigungen an der Hardware kommen. Das kann dahin führen, dass der Computer nicht nur funktioniert!

Den Computer reinigen

Damit es nun nicht soweit kommt, sollte man von Zeit zu Zeit den Computer reinigen. Das sollte man natürlich im ausgeschalteten Zustand des Computers machen. Dazu schaltet man das Netzteil auf der Computerrückseite aus oder zieht den Netzstecker aus der Steckdose.

Zum reinigen des Computers kann man zum Beispiel einen weichen Pinsel und einen Staubsauger verwenden. Am besten sind Pinsel geeignet, die nicht aus Kunststoff sind und sich so nicht selber elektrisch aufladen können.

 

Als erstes öffnet man den Computer beziehungsweise das Computergehäuse. Nun kann man den bereits groben Staub mit dem Staubsauger heraussaugen. Dabei sollte man mit der Staubsaugerdüse nicht zu nah an die Hardware kommen und so Beschädigungen an der Hardware zu vermeiden.

Ist der grobe Staub entfernt, so kommt der Pinsel zum Einsatz. Mit diesen kann man alle Hardwarekomponenten sorgfältig vom Staub befreien und abpinseln. Man sollte auch sorgfältig die Kühlrippen und die Lüfter mittels des Pinsels vom Staub befreien. Während dieser Maßnahme ist es sinnvoll, die Staubsaugerdüse in den Computer zu halten, so dass diese den herumfliegenden Staub durch das abpinseln direkt aufsaugen kann. So kann dieser sich nicht wieder auf andere Hardwarekomponenten ablegen.

Man sollte bei der Reinigung des Computers auch ein besonderes Augenmerk auf das Netzteil legen. Gerade von Innen kommt es häufig vor, dass sich die Lüftungsschlitzte des Netzteiles mit Staub und Spinnengewebe zusetzen können. Kann das Netzteil einmal nicht mehr richtig ventilieren, so kann es schnell zum Hitzetod des Netzteiles kommen.

Besonders zwischen den einzelnen Laufwerken, wie Festplattenlaufwerke, CD-ROM und DVD-ROM Laufwerken, kann sich viel Staub absetzen. Da diese Stellen in vielen Fällen nur schwer zugänglich sind, kann man hierfür zum Beispiel einen kleinen und weichen Flaschenreiniger oder Staubwedel verwenden.

Darauf achten, dass man keine Steckverbindungen löst

Bei der Reinigung sollte man auch weiterhin darauf achten, dass man keine Steckverbindungen zwischen den einzelnen Hardwarekomponenten löst. Ansonsten kann es später zu einer bösen Überraschung kommen, weil der Computer vielleicht nicht richtig läuft oder erst gar nicht angeht.

Wer den Computer regelmäßig reinigt

Wer den Computer regelmäßig reinigt, der trägt erheblich dazu bei, dass sein Computer und die im Computer eingebaute Hardware länger leben. Auch trägt das Reinigen dazu bei, dass eventuelle Abstürze durch Überhitzung vermieden werden können. So kann man auch dadurch entstehende Datenverluste vorbeugen.

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