Computer stürzt häufig ab – Was kann dafür die Ursache sein?

Der Computer stürzt regelmäßig ab? Dann kann dieser Beitrag bei der Fehlersuche nach der Fehlerursache behilflich sein!
 
Wenn der Computer hin und wieder abstürzt, dann muss man sich keine großen Gedanken und Probleme machen. Mitunter kommt es schon einmal vor, dass eine Softwarekomponente oder eine Treiberkomponente sich einmal nicht richtig vertragen und es dann zu einem Absturz des Betriebssystems kommen kann. In den meisten Fällen sind Computerabstürze banaler Ursache und können von den meisten Benutzern selber behoben werden.
 
Was ist aber, wenn der Computer häufiger abstürzt und man kaum noch mit diesem arbeiten kann? Häufige Abstürze deuten häufig auf ein gravierendes Problem mit Treibern, der in den Computer eingebauten Hardware oder auf die Kühlung des Computers hin. Sicherlich gibt es noch eine Menge mehr an Ursachen, warum ein Computer unkontrolliert abstürzt. Aus diesem Grunde findet ihr im nachfolgenden einmal eine Auflistung, welche Ursachen häufig für einen Computerabsturz infrage kommen können. 

Defekter Netzteillüfter – Netzteil wird nicht mehr richtig gekühlt 

Gerade bei älteren Computern kommt es häufig vor, dass das Netzteil anfängt den Dienst zu versagen. Zumeist sind durch Staub die Kühlrippen des Netzteiles so zugesetzt, dass dieses nicht mehr richtig gekühlt werden kann. Auch die Ventilatoren von Netzteilen belegen sich mit der Zeit mit ein wenig Staub. So kann es dann sein, dass die Ventilatoren keine ausreichende Luftkühlung mehr entwickeln. Ist der Computer gerade einmal abgestürzt, dann sollte man die Hand auf dem oberen Bereich des Computers leben. Häufig kann man dann feststellen, dass dieser Bereich sehr heiß oder warm ist. Das deutet schon darauf hin, dass etwas mit der Kühlung des Netzteiles nicht richtig funktioniert. 

Defektes Netzteil – Spannungswerte stimmen nicht mehr 

Laufen die Ventilatoren oder der Ventilator des Netzteiles einwandfrei und die Luft wird auch nach außen hin abgegeben, dann kann es weiterhin sein, dass die Netzteilspannungen beziehungsweise die Spannungswerte des Netzteiles nicht mehr richtig stimmen. In den modernen Mainboards kann man im BIOS nachsehen, ob die Spannungswerte noch stimmen. Weichen die Spannungswerte ab, dann sollte man ein neues Mainboard in den Computer einbauen. 

Defekter Arbeitsspeicher 

Unkontrollierte Abstürze des Computers kommen auch häufig dann vor, wenn der Arbeitsspeicher des Computers nicht mehr einwandfrei arbeitet. Da alle Hardwarekomponenten nur Technik und Elektronik sind, können diese natürlich auch einmal mit der Zeit kaputtgehen. Defekten Arbeitsspeicher kann man am einfachsten ausfindig machen, wenn man einmal verschiedene Arbeitsspeicherriegel gegeneinander und untereinander austauschen. Läuft der Computer mit einer bestimmten Konfiguration einwandfrei, lag es sehr wahrscheinlich dann an einem defekten Speicherbaustein. Unter Umständen kann es vorkommen, dass billige Arbeitsspeicherriegel die hohen Taktfrequenzen nicht mehr richtig verarbeiten können. Auch in einem solchen Fall kommt es dann zu einem Systemabsturz des Betriebssystems. 

Überhitzter Arbeitsspeicher 

Ein ähnliches Bild wie ein defekter Arbeitsspeicher liefert auch ein überhitzter Arbeitsspeicher. Wenn es im Computer zu engen Wert und der Arbeitsspeicher nicht richtig gekühlt werden kann, kann dieser unter Umständen überhitzten und dann einen unkontrollierten Absturz des Computers verursachen. Hier sollte man dann einmal nachsehen, ob der Arbeitsspeicher eventuell durch Staub stark belegt ist und deshalb die Kühlung des Arbeitsspeichers nicht mehr richtig. Sanieren kann. In einem solchen Fall kann man mit einem sauberen Pinsel die Speicherbausteine vom Staub befreien. 

Defekter oder verstaubter CPU-Lüfter – CPU wird nicht richtig gekühlt 

Sie bereits schon erwähnt, kann Staub die Kühlung der verschiedenen Hardwarekomponenten stark beeinflussen. So ist es dann auch mit dem CPU Lüfter. Dieser setzt sich auch sehr häufig durch Staub zu und kann dann die Aufgaben der Kühlung nicht mehr richtig übernehmen. Auch die Kühlrippen des CPU-Lüfters können sich stark mit Staub zusetzen. Im BIOS der modernen Mainboards kann man die Temperatur der CPU einsehen. Für Betriebssysteme, wie zum Beispiel für Windows, bekommt man auch Programme, die die CPU Temperatur auf der Desktop Oberfläche des Betriebssystems anzeigen. Gegebenenfalls öffnet man einfach den Computer im ausgeschalteten Zustand und reinigt den CPU Lüfter und die Kühlrippen des Lüfters. 

Defekte CPU 

In sehr seltenen Fällen kommt es vor, dass auch einmal eine CPU ihren Dienst verweigert. Ist einmal eine CPU defekt, so wird es in der Regel sehr schwer, einen Defekt der CPU herauszufinden. Erst nachdem man alle anderen Hardwarekomponenten und Software kontrolliert hat, sollte man an die CPU denken. In einigen Fällen ist es auch schon einmal vorgekommen, dass die CPU nicht defekt war, sondern sich durch einen Transport des Computers gelockert hatte. Hat man also den Computer transportiert und die anderen Fehlerquellen können ausgeschlossen werden, so sollte man einmal den Sitz der CPU überprüfen. 
 
 

 

Defekte Grafikkarte

Auch defekte Grafikkarten können unkontrollierte Abstürze verursachen. Das kann zum Beispiel dann passieren, wenn der Grafikkartenspeicher nicht mehr einwandfrei arbeitet. Auch einen solchen Fehler herauszufinden, kann unter Umständen sehr problematisch sein. In der Regel kann man nur ausprobieren und eine andere Grafikkarte in den Computer einbauen, um dann herauszufinden, ob der Computer einwandfrei arbeitet. Mit speziellen Programmen aus dem Internet kann man auch den Grafikkartenspeicher überprüfen lassen. Gegebenenfalls sollte man sich also ein solches Programm aus dem Internet herunterladen, installieren und dann die Grafikkarte einmal überprüfen lassen. 

Defekter Grafikkartenlüfter 

Viel häufiger als eine defekte Grafikkarte ist, dass die Lüfter und Kühlrippen der Grafikkarte verschmutzt sind und somit keine ausreichende Kühlung mehr für die Grafikkarte, deren Prozessor und Arbeitsspeicher besteht. Also sollte man sich die Grafikkarte einmal genauer ansehen und gegebenenfalls reinigen. Eine schlecht gekühlte Grafikkarte macht sich zumeist dann bemerkbar, wenn hohe Grafikanforderungen durch das Betriebssystem oder durch Programme, wie zum Beispiel bei 3D-Spielen, entstehen. Hier wird dann der Prozessor der Grafikkarte und der Arbeitsspeicher relativ schnell heiß und führt dann zu einem Systemabsturz. 

Grafikkarte – Stromversorgung stimmt nicht 

In einigen Fällen kann es auch vorkommen, dass das Mainboard oder das Netzteil die Grafikkarte nicht nur mit ausreichend Strom versorgt. Eine weitere Möglichkeit für eine schlechte Stromversorgung ist, wenn man die zusätzliche Stromversorgung durch das Netzteil an die Grafikkarte nicht angeschlossen hat. Daher sollte man auch die Stromversorgung beziehungsweise den Stecker an der Grafikkarte einmal überprüfen. 

Grafikkartentreiber 

Besonders nach einer Neuinstallation eines Grafikkartentreibers kann es schon mal vorkommen, dass das Betriebssystem bei höheren Anforderungen durch Spiele oder zum Beispiel Grafikanwendungen urplötzlich aussteigt und abstürzt. In einem solchen Fall kann es dann sein, dass der Grafikkartentreiber dann doch nicht so für die Grafikkarte geeignet ist. Gegebenenfalls sollte man dann wieder auf den alten Treiber zurückgreifen oder im Internet nachsehen, ob man vielleicht doch einen aktuelleren und neueren Treiber für die Grafikkarte bekommt. 

Soundkarte und Soundkartentreiber 

Ähnlich wie bei Grafikkartentreibern und der Grafikkarte selber geht es auch bei Soundkarten und den Soundkartentreibern zu. Zudem kommt noch, dass alte Soundkarten auf neueren Mainboards Kompatibilitätsprobleme verursachen können. Werden die Kompatibilitätsprobleme zu, kann das zu einem Systemabsturz des Computers führen. 

Netzwerkkarte und Netzwerkkartentreiber 

Einer der seltenen Fälle für einen Systemabsturz können Netzwerkkarten oder die Treiber für die Netzwerkkarten sein. Stimmen zum Beispiel die Treiber nicht für die Netzwerkkarte nicht, so kann es sein, dass das Betriebssystem die Netzwerkkarte falsch anspricht und dadurch einen Systemabsturz verursacht. Auch defekte Netzwerkkabel oder schlechte Verbindungen vom Stecker zum Computer hin können bei hohen Datentransferraten schon einmal das Betriebssystem zum Wanken bringen. 

Alte Programme auf neuen Betriebssystemen 

Auch alte Programme auf neuen Betriebssystemen, wie zum Beispiel auf Windows 7, können das Betriebssystem stark im Betrieb beeinflussen. Vor allem dann, wenn die Software schon einige Jahre alt ist und dann auf dem neuen Betriebssystem installiert wird, kann es mit der Zeit zu Problemen kommen. Es muss nicht heißen, dass die Software nicht auf dem Betriebssystem läuft, sondern, sie läuft nur nicht ganz richtig. So kann es vorkommen, dass das Programm im Betrieb nicht richtig mit dem Windows Komponenten zusammenarbeitet und dann Probleme verursacht, die das Betriebssystem zum Absturz bringen. Tritt also ein Betriebssystemabsturz immer bei der Benutzung einer bestimmten Software auf, so sollte man sich nach einem Update oder nach einem Upgrade im Internet umsehen. Findet man keins von beiden mehr, so bleibt einem wohl nichts anderes übrig, als auf eine andere Software beziehungsweise ein anderes Programm um zu schwenken. 

Schlecht programmierte Programme 

Auch das soll es noch geben! Bei der Programmierung eines Programms ist dem Programmierer ein Fehler unterlaufen und das Programm greift zum Beispiel nicht richtig auf den Arbeitsspeicher zu. Ein solcher Fehler kann das System unweigerlich zum Absturz bringen. Daher sollte man auch hier einmal genau darauf achten, ob der Systemabsturz immer nur bei einem bestimmten Programm auftritt. 

Ein Wackelkontakt im Kabel 

Wenn zum Beispiel im Hauptstromversorgungskabel von der Steckdose zum Netzteil hin ein Wackelkontakt ist, kann der Computer auch unkontrolliert aussteigen. Das ist vielleicht nicht gerade mit einem richtigen Systemabsturz zu vergleichen, kann jedoch annähernd so aussehen. Aber auch defekte Kabel für Maus, Tastatur oder anderweitige externe Geräte können zum Beispiel das Betriebssystem zum Absturz bringen. Schließt man zum Beispiel eine externe USB Festplatte über einen USB Kabel an den Computer an und dieses ist defekt, so kann es bei hohen Datentransferraten zu einem Systemabsturz kommen. 

Viren – Wenn der Computer krank ist

Auch Viren, die man sich zum Beispiel über E-Mails oder über das Internet eingefangen hat, können den Computer zum Absturz bringen. Kann man mit dem Betriebssystem noch einigermaßen arbeiten, so sollte man auch einmal einen intensiven Virenscan durchführen.

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