Kollektor selber bauen zur Erwärmung des Swimmingpools

Um den Swimmingpool zu erwärmen kann man auch einen eigenen Sonnenkollektor bauen. Hierzu findet man im Internet verschiedene Bauanleitungen oder auch Bastelanleitungen. Ein solcher selbst gebaute Sonnenkollektor ist in der Regel wesentlich günstiger als ein gekaufter kann aber trotzdem genauso effektiv sein. Schnell hat man aus einem Schallbrett, Dachlatten, etwas Sand und Styropor, einem Gartenschlauch und einer Plexiglasscheibe einen eigenen Sonnenkollektor gebaut. Der Preis für einen solchen selbst gebauten Sonnenkollektor beträgt dann meist noch nicht einmal 50 €. Warum sich also nicht die Mühe antun und einen eigenen Sonnenkollektor zur Erwärmung des Swimmingpools basteln. 

Ein Nachtrag: Da wohl einige Anleitungen nicht mehr zu finden sind im Internet, habe ich hier mal eine Beschreibung zum Selberbauen für einen Sonnenkollektor eingebracht. 

Hier einmal eine einfache Variante für einen Sonnenkollektor, wie ich ihn selber gebaut habe. Zu bemerken sei noch, dass man mindestens zwei von diesen Sonnenkollektoren benötigt, damit man einen mit etwa 8000 Liter gefüllten Swimmingpool bei mäßigem Sonnenschein einigermaßen auf Temperatur bringen kann. Scheint die Sonne, dann geht es natürlich schneller. 

Das benötigte Material wurde bereits oben erwähnt und kann je nach Größe und Umfang des oder der Sonnenkollektoren abweichen. Auch kann man an Stelle eines Kollektors auch gleich mehrere Schallbretter aneinander montieren, so dass man einen größeren Sonnenkollektor erhält. 

Sonnenkollektor im Selberbau mit der Ansicht von obenSonnenkollektor aus einem Schallbrett und anderen Materialien selber bauen

Als Grundlage dient ein einfaches Schallbrett, dass man im Baumarkt erhalten kann. Auf diesem Schraubt man nun einen Rahmen aus Dachletten. Man sollte zwei Dachlatten übereinander schrauben, damit man etwa eine Rahmenstärke von 5 cm erhält. 

Nun wird der Innenraum und auf dem Schallbrett eine etwa 1 cm bis 2 cm dicke Styroporplatte ausgelegt. Diese dient dazu, dass die Wärme später nicht nach hinten vom Sonnenkollektor abgeben werden kann. Als nächstes legt man den Weg der Schlaufen vom Schlauch fest. Dazu kann man mit einem Stift den Weg auf dem Styropor aufzeichnen. An den Biegungen werden dann kurze Stücke von einem 50er Rohr aufgebracht. Das soll verhindern, dass der Schlauch abknicken kann. Die Rohrstücke können in dem Styropor gedrückt werden, so halten diese besser. 

Nun legt man den Schlauch in den Sonnenkollektor aus. Dazu sollte man natürlich den aufgezeichneten Bahnen folgen und den Schlauch sorgfältig um die Rohrstücke legen. 

Liegt der Schlauch, so werden die Zwischenräume vom Schlauch mit Sand gefüllt. Der Sand sollte bis zur Oberkante der aufgebrachten Dachlatten reichen und der Schlauch sollte vom Sand, wenn möglich, völlig bedeckt sein. Der Sand nimmt die entstehende Hitze besser auf und gibt diese wieder an den Schlauch ab. Da der Schlauch vom Sand eingeschlossen ist, entsteht so eine höhere Oberfläche zur Abgabe an den Schlauch und die Hitze wird besser abgegeben. 

Der selbstgebaute Sonnenkollektor von der SeitenansichtNun wird eine schwarze Folie, wie man sie für einen Gartenteich verwendet, auf den Sand und Schlauch gelegt. Dabei sollten die Enden über die Dachlatten liegen, damit die Folie später auch mit befestigt werden kann. 

Nun wird eine Plexiglasscheibe oder eine einfache Glasscheibe auf das Ganze gelegt. Die Größe der Scheiben sollte man so wählen, dass ein etwa 2cm starker Rand von der Dachlatte noch zu sehen ist. 

Hat man alles schön übereinander gelegt, bringt man noch eine Reihe Dachlatten auf und verschraubt diese mit den unteren Dachlatten. Dabei liegen die Glasscheiben zwischen der Verschraubung und kann so nicht mehr herausrutschen. 

Zum Schluss noch

Um den Schlauch mit einer Pumpe zu verbinden, wurden die Enden des Schlauches vom Sonnenkollektor mit handelsüblichen Schlauchverbindungen versehen, wie man sie für Gartenschläuche erhält. Als Antrieb wurde eine Tauchpumpe verwendet. Allerdings sind Pumpen mit einer kleineren Leistung besser geeignet, da sie nicht das Wasser mit einer zu hohen Pumpgeschwindigkeit durch den Sonnenkollektor pumpen und so das Wasser mehr Zeit hat, sich zu erwärmen.

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